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Ratgeber · 7 min Lesezeit · 7. September 2026

CNC-Plasmaschneiden: Was kostet es wirklich?

Ausrüstung, Verschleißteile, Strom, Luft, Zeit: die echten Kosten eines Teils — und der Punkt, ab dem die Maschine günstiger ist als der Zulieferer.

CNC-Plasmaschneiden: Was kostet es wirklich?

Das Budget für die Ausrüstung

Zwei Größenordnungen. Ein ernsthafter Plasmatisch 1.500 × 3.000 kostet nackt 8.000 bis 15.000 €; mit Schneidgerät samt Maschinenbrenner, Computer, CAM-Software, Wasserbett oder Absaugung und Schulung liegt der komplette Arbeitsplatz in den meisten Werkstätten über 15.000 €. Ein Tischroboter wie der ArcDroid kostet 2.690 € inkl. MwSt. mit Steuerung und Stift; er wird an das Schneidgerät angeschlossen, das Sie schon haben, oder an ein 45-A-Gerät mit Pilotlichtbogen für 900 bis 2.000 €. Kompressor, Brille, Handschuhe: das haben die meisten Werkstätten. Ein kompletter Arbeitsplatz, Schneidgerät inklusive, bleibt unter 5.000 €.

Was auf keinem Angebot steht: der Platz. Ein Tisch belegt dauerhaft 4 bis 6 m² Werkstatt, plus die Blechhandhabung drumherum. Bei 80 bis 100 € pro Quadratmeter und Jahr ist das eine Miete von 500 € im Jahr allein für die Maschine.

Was eine Lichtbogenstunde kostet

Zuerst die Verschleißteile. Elektrode und Düse werden zusammen gewechselt; rechnen Sie je nach Marke und Herkunft mit 15 bis 30 € pro Paar, für ein bis drei Stunden reine Lichtbogenzeit. Die Zahl hängt vor allem von der Anzahl der Durchstiche ab: Jeder Schnittstart verschleißt die Düse mehr als mehrere Dezimeter Schnitt. Schutzkappe und Drallring halten deutlich länger.

Dann der Strom. Ein 45-A-Gerät zieht bei voller Leistung etwa 6 kW, der Kompressor 1,5 bis 2 kW, wenn er läuft: rund 8 kW während des Schnitts, also etwa 2 € pro Lichtbogenstunde zum aktuellen Tarif. Die Luft kostet nichts extra, außer der Patrone des Filtertrockners, zweimal im Jahr zu wechseln. Insgesamt kostet eine Lichtbogenstunde 10 bis 20 € — und eine Lichtbogenstunde sind sehr viele Teile.

Eine Fußplatte in Zahlen

Nehmen wir das häufigste Teil: eine Fußplatte 200 × 200 aus 8 mm Stahl, vier Löcher 14 mm. Etwa ein Meter Schnitt, fünf Durchstiche. In 8 mm mit 45 A gut eine Minute Lichtbogen: 0,30 € Verschleißteile, ein paar Cent Strom. Das Blech wiegt 2,5 kg, zum Plattenpreis 4 bis 5 €. Dazu fünf Minuten Arbeit für Abtasten, Schneiden und Entgraten. Die Platte kostet 5 € an Material und Verschleißteilen, plus die Zeit des Bedieners.

Dieselbe Platte vom Laser-Zulieferer wird je nach Menge mit 10 bis 25 € pro Stück berechnet, plus Auftragspauschale und Transport — und sie kommt in fünf bis zehn Tagen. Für ein Einzelstück oder eine Kleinserie gewinnt das Plasma in der Werkstatt beim Preis; vor allem gewinnt es bei der Lieferzeit, weil das Teil eine Stunde nach dem Anruf des Kunden existiert.

Die Gewinnschwelle

Die einfache Rechnung: 2.690 € geteilt durch die durchschnittliche Ersparnis pro Teil. Bei 10 bis 15 € Ersparnis pro Fußplatte ist der ArcDroid nach 180 bis 270 Teilen bezahlt. Ein Metallbauer, der fünf pro Woche schneidet, schafft das in einem Jahr; ein Zimmerer oder Torbauer mit zwanzig pro Woche in drei Monaten. Dazu kommen Winkel, Knotenbleche, Distanzstücke, Reparaturplatten für die Landwirtschaft und alles, was man nie außer Haus gab, weil es sich nicht lohnte — und von Hand schnitt, schlecht, in dreifacher Zeit.

Für einen Tisch braucht dieselbe Rechnung das fünf- bis sechsfache Volumen, plus eine geschulte Person, die ihn bedient. Deshalb sieht man stillstehende Tische in Werkstätten, die sie leicht auslasten könnten.

Die Kosten, die man vergisst

Die Schulung: zwei bis fünf Tage für einen Tisch und seine Kette Zeichnung → CAM → G-Code, eine Stunde für einen Abtastroboter. Die Lizenzen: CAM-Software kostet je nach Programm null bis 2.000 € im Jahr; der Roboter braucht keine. Das Entgraten: in beiden Fällen gleich, eine Minute pro Teil mit Winkelschleifer oder Schaber. Der Kompressor: Ist er zu klein, wird er heiß, die Luft kommt feucht, und die Verschleißteile zahlen dafür — ein Filtertrockner für 60 € ist die rentabelste Investition der ganzen Anlage.

Was man sich merken sollte

Die Kosten eines Plasmaschnitts bestehen aus drei Posten: dem Material, ein paar Dutzend Cent für Verschleißteile und Strom, und der Zeit des Bedieners. Der Rest — Maschine, Platz, Software, Schulung — hängt vollständig von der gewählten Maschinenfamilie ab.

  • Lichtbogenstunde: 10 bis 20 € alles inklusive (Verschleißteile + Strom)
  • Fußplatte 200 × 200 × 8: etwa 5 € Material und Verschleißteile, fünf Minuten Arbeit
  • Tischroboter nach 180 bis 270 Fußplatten bezahlt; Tisch ab 1.000 Teilen und einer geschulten Person
  • Der erste Gewinn ist nicht der Preis, sondern die Lieferzeit: Das Teil wird heute gemacht

Der Ratgeber als PDF

Der komplette Ratgeber, zum Lesen in der Werkstatt.

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